Suchen Sie nach bestimmten Informatioen oder nach einem interessanten Thema?
Geben Sie einfach Ihren Suchbegriff unten ein und durchsuchen Sie unser Archiv
 
 
   
  Stimmt es, dass man sie spüren kann?
Artikel vom: 2005-02-19
 
  Verfügen wir über einen „sechsten Sinn“ , der es uns verrät, wenn uns jemand von hinten anstarrt?  
  Kennen Sie das? Sie überqueren einen Platz. Weit und breit keine Menschenseele, und dennoch haben Sie das sichere Gefühl, beobachtet zu werden. Sie spüren förmlich die stechenden Blicke im Rücken. Sie drehen sich um, und richtig, da hinten steht ein dunkel gekleideter Mann, der unverwandt zu Ihnen herüberschaut ...

Was sind das für übersinnliche Wahrnehmungen, die uns bemerken lassen, dass wir beobachtet werden? Haben wir es mit einem der letzten ungeklärten Rätsel der Menschheit zu tun?

„Bedaure, nein“, sagt Dr. Rainer Wolf, Biologe und Physiker am Biozentrum der Universität Würzburg. „Was glauben Sie, wie revolutionär es für die Wissenschaft wäre, wenn wir Blicke im Rücken spüren könnten. Das wäre der erste glaubwürdige Nachweis eines paranormalen Phänomens – dafür hat die James Randi Educational Foundation eine Million US-Dollar ausgelobt.“

Der Wissenschaftler hat vielmehr zwei ganz normale Erklärungen parat: „Zum einen spielt sicher unsere selektive Wahrnehmung eine große Rolle. Überlegen Sie doch einmal, wie oft Sie sich umdrehen und dann niemanden sehen – diese Fälle vergessen wir sofort wieder, weil wir uns nichts weiter dabei denken.“

Manchmal sind es aber auch unsere Augen oder unsere Ohren, die uns so etwas wie einen „sechsten Sinn“ vorgaukeln. „Beispielsweise dann“, weiß Dr. Wolf, „wenn die Sehzellen am Rand unseres Gesichtsfeldes eben doch eine Bewegung gemeldet oder wir Sekunden vorher unbewusst und zusammenhanglos ein Geräusch bemerkt haben. Diese Reize lösen reflexhaft, ohne unser Wissen, einen Blick in die fragliche Richtung aus.“

Apotheken Umschau
 
  Autor:  
  [ zurück zur Übersicht ]  
  Impressum Datenschutz